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EXP013 – The most sexist man alive

Unsere Berwerbung für den Eurovision Song Contest. Wir arbeiten ein wenig Zuschauerpost auf, reden uns in Rage und wieder heraus und sind allgemein der Meinung, man müßte doch mal. Ob wir unseren 18-jährigen Ichs unsere Sendung empfohlen hätten, klären wir bei einem Glühwein mit Schuß auf dem Weihnachtsmarkt. Kommt an unsere Brust!

Über Kommentare freuen wir uns. Entweder direkt hier drunter oder per eMail an: zuschauerpost@expertengespraeche.ru

Zuschauerfragen nimmt Carsten ab sofort auch unter dem Hashtag „#WattIs“ entgegen. Twittert uns einfach mit dem Hashtag #WattIs und Carsten sortiert das dann.

Falls Ihr zwei Minuten Zeit habt: Wir freuen uns über nette Bewertungen und Rezensionen bei iTunes.

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7 Kommentare

    • „So gefährlich wie Rauchen“ ist eine ganz schön mutige Aussage. In welcher Hinsicht? Erhöht sich das Risiko im gleichen Maße, oder ist es nur genauso erwiesen wie beim Rauchen? So ist es zum Beispiel beim Fleischbeispiel von neulich. Da ist rotes Fleisch zwar in der gleichen Kategorie „Wie sicher sind wir, dass es zu Krebs führt“ wie Rauchen, aber um Größenordnungen weniger gefährlich was die tatsächliche Krebsrisikorate angeht.

      Die beiden Quellen sind nur so mittelgut. Zeit.de hat selbst im Artikel keine Belege oder Links zu Behauptungen. Die einzigen verlinkten Studien, die ich auf die Schnelle überfliegen konnte, beziehen sich auf andere Aussagen. Und die zweite Quelle „Zentrum der Gesundheit“ ist eine Sammlung von Behauptungen ohne Belege. Und selbst wenn Belege da wären, eine Seite, die Naturheilkunde fördert, ist kaum in der Lage, wissenschaftliche Studien zu verstehen.

      Gerade im Bereich der Ernährungsstudien und Krebsforschung gilt: Nichts genaues weiß man nicht. Studien am Menschen sind extrem schwer zu kontrollieren, Korrelation bedeutet nur selten Kausalität. Darum werden auch alle Jahre wieder andere Nahrungsmittelsorten verdammt, eben weil man es nicht genau weiß, und populärwissenschaftliche Medien gerne neue Hiobsbotschaften vermelden. Es ist eben ziemlich schwer, Menschen über 30 Jahre vollumfänglich zu beobachten und dann Rückschlüsse auf Auswirkungen zu treffen.

      Es gibt zum Beispiel auch Studien, die besagen, dass permanente Diäten den Körper zu sehr stressen, und damit auch zu Krebs oder frühem Tod führen. Und es gibt Studien, die das Gegenteil behaupten. Deshalb würde ich hier vorsichtig sein mit Aussagen wie „Bauchfett macht Krebs!“

      Es gibt dafür andere gute Gründe abzunehmen, wie zum Beispiel Gelenkbelastungen oder erhöhter Blutdruck. Beide sind stark beeinflusst von Übergewicht und können im Alter Probleme machen.

      November 27, 2015
      |Antwort
      • Jan
        Jan

        Es gibt durchaus einige Studien zu dem Thema, das letzte mal war ich leider beim Handy und konnte nicht nachschauen.
        Das Paper in dem es um das erhöhte Brustkrebsrisiko geht ist wahrscheinlich folgendes http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8033042 welches den Verdacht auf einen Zusammenhang zwischen viszeralem Fett und Brustkrebs zumindest stark unterstützt.
        Eine etwas größere Studie (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23090279) schränkt die mögliche Ursache für die negativen Effekte von Darmkrebs bei übergewichtigen Personen zumindest auf das viszerale Fett ein und stellt fest das diese Personen besonders schlechte Chancen für die Erholung haben.
        Ein weiteres Paper hat den Effekt von viszeralem Fett und Krebs an Mäusen untersucht (http://cancerpreventionresearch.aacrjournals.org/content/6/3/177.full.pdf+html). Auch wenn Mäuse nicht gleich Menschen sind, sind sie in der Biologie dennoch weit verbreitete Modellorganismen, da sich zu nahezu allen Vorgängen in der Maus ein Gegenpart im Menschen finden lässt.
        Noch ein Paper (leider closed http://www.nature.com/nrclinonc/journal/v2/n3/full/ncponc0119.html) legt einen möglichen Zusammenhang von viszeralem Fett und Prostatakrebs nahe.
        Die Aussage es ist genauso schlimm wie Rauchen mag etwas übertrieben sein. Ich finde es nur unüberlegt einfach zu sagen, so lange man mit Rauchen aufhört und Fett an seinem Bauch anlagert hat man im Prinzip alles richtig gemacht.
        Man sollte sich zumindest im Klaren darüber sein, dass gerade eben auch nicht sichtbares Fett zwischen den Organen einen großen Teil zur Krebsenstehung und natürlich auch sonstiger negativer gesundheitlicher Erscheinungen beitragen kann.
        Sport treiben und auf seine Ernährung achten sind beides Dinge die Spaß machen können und nicht besonders schwer in den Alltag zu integrieren sind. Beide können aber einen ähnlichen Effekt auf die Gesundheit haben, wie mit dem Rauchen aufzuhören.

        November 28, 2015
      • (ich antworte auf mich selbst, weil ich auf Jan nicht mehr antworten kann)
        Ich finde es super, dass Du Dir die Zeit genommen hast, noch mal gute Quellen hinterher zu schicken. Danke dafür!
        Die Studien zeichnen tatsächlich eher ein Bild, das Deinen Aussagen folgt. Und ehrlich gesagt, überrascht mich das nicht und ich will das auch gar nicht verneinen.
        Ich habe mich an zwei Sachen gestoßen, dem Vergleich zum Rauchen und der Quelle zum „Zentrum für Gesundheit“.
        Ich glaube, im Grunde sind wir der gleichen Meinung: Rauchen und Übergewicht sind jeweils für sich genommen schädlich für die Gesundheit. Das eine gegen das andere aufwiegen ist vermutlich nicht sinnvoll.
        Allerdings ist es sehr schwierig, eine klare Grenze zu ziehen. Spon hat hier ein paar Studien zusammengefasst und verlinkt (http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/uebergewicht-mit-wenigen-kilos-zu-viel-lebt-man-laenger-a-875379.html), die besagen, das die Sterblichkeit bei einem BMI von 25-30 (also Übergewicht) niedriger ist, als bei einem BMI von 18,5-25. Allerdings gibt es ein paar verzerrende Faktoren, wie bspw. bessere Betreuung von leicht übergewichtigen Menschen, die mehr Vorsorge betreiben, und daher u.U. länger leben.

        Ob man wirklich gesund und lange leben muss, ist dann wieder noch eine andere Frage. Polemisch ausgedrückt lebe ich ja lieber nur bis 70 und quäle mich nicht mit Diäten anstatt Salat-knabbernd bis 95 zu leben.

        und ich setze einfach mal zum Wissenschaftler High-Five an. Lass mich nicht hängen. :D

        November 29, 2015
      • Jan
        Jan

        Ich glaube es ist vor allem wichtig in dieser Diskussion nicht den BMI mit dem sog „visceral fat“ zu vergleichen (das ist auch der Grund warum ich das Wort etwas inflationär gebraucht hab :P). Mit leicht erhöhtem BMI wie in dem Artikel von SpOn muss nicht unbedingt ein erhöhter innenliegender Fettanteil folgen, weshalb es spannend wäre ob sie bei dieser Studie für so etwas kontrolliert haben.
        So können tatsächlich ja auch „normalgewichtige“ Personen die keinen Sport treiben und sich auch sonst nicht viel bewegen anfälliger sein als die nach BMI Übergewichtigen, die sich trotzdem sportlich betätigen (und ich meine nicht die Diskussion von wegen Muskeln wiegen ja viel mehr als Fett).
        Klar ist dann noch jedem selber überlassen ob es ihm Wert ist, so wie Anja auch richtig gesagt hat, für ein potentiell längeres Leben auf einmal Sport zu treiben.

        High-Five zurück und schönes Blog übrigens :)

        November 30, 2015
  1. Chris Tian
    Chris Tian

    The most sexist man alive ist tot.

    RIP Achim Mentzel.

    Januar 6, 2016
    |Antwort

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